In Zentralasien ist das Leben für viele Menschen voller Herausforderungen. Genau dort hinein geschieht etwas Wunderschönes: Gott sät Hoffnung in die Herzen der Menschen und ihre Leben – durch eine Obstplantage, durch Begegnungen und durch gelebten Glauben.
Unter den Menschen Zentralasiens zu arbeiten, bereitet uns Riesenfreude. Sie sind unglaublich freundlich und besitzen einen grossartigen Sinn für Humor. Gleichzeitig verbirgt sich hinter der freundlichen Fassade viel Zerbruch: zerrissene Familien, Väter, die im Ausland arbeiten, häusliche Gewalt. Und letztlich fehlt die Hoffnung unseres Erlösers.
Traditionelle Missionsarbeit unterliegt starken Einschränkungen, doch landwirtschaftliche Betriebe sind willkommen. So entstand SFC (Sonshine Fruit Company*), das ganzheitlich unter der lokalen Bevölkerung arbeitet und Gottes Liebe durch Worte und Taten teilt. Durch den Obstanbau und das Schaffen von Arbeitsplätzen bewirken wir nachhaltige Veränderungen im Leben der Menschen.
Ja, wir bauen nicht nur Obst an – wir säen Glauben, Hoffnung und Zukunft in einem Land mit Millionen unerreichter Menschen. Durch den gemeinsamen Alltag, durch Zuhören, Anpacken und ehrliche Beziehungen wird Gottes Liebe sichtbar. Ganz praktisch und glaubwürdig.
Immer wieder erleben wir, wie Gott kleine Begegnungen gebraucht, um Herzen zu öffnen. Oft fahren wir mit unserem Buchhaltungsassistenten Aziz gemeinsam ins Büro. Dabei sprechen wir darüber, wie man ein gottesfürchtiger Ehemann und Vater sein kann.
Wir feiern Geburtstage als Team! Traktorfahrer Avaz bekam ein ganz besonderes Geschenk: Ein gläubiger Arbeitskollege überreichte ihm eine Bibel mit den Worten, dass sie schon oft über Gott gesprochen hätten – nun solle Avaz selbst lesen und entdecken. Wir beten, dass Gott ihn und seine Familie zu sich zieht.
Muso, unser Verwaltungsassistent, wuchs in einem von Gewalt geprägten Elternhaus auf. Obwohl er und seine Frau Nadine gläubig sind, geriet ihre Ehe in eine schwere Krise. In dieser Zeit war unser Team Musos Verbindung zum Glauben und bot ihm Seelsorge und Gebet an. Nach Monaten der Trennung führte Gott die beiden zu einem Eheseminar, welches eine tiefe Versöhnung bewirkte. Heute helfen sie gemeinsam anderen Ehepaaren in ähnlichen Situationen.

Unsere Reinigungskraft Seraina lebte bei ihren Schwiegereltern. Als Ehefrau des jüngsten Sohnes bedeutet dies kulturell, die «Dienerin» der Familie zu sein – ohne Mitspracherecht. Der Ehemann häufig weit weg, nahmen die Spannungen im überfüllten Haus, verschärft durch finanzielle Not, stetig zu. Schliesslich eskalierte der Konflikt mit dem Ultimatum: «Entweder ich, deine Mutter, oder deine Frau.» In einer Kultur, in der die Eltern immer an erster Stelle stehen, war die Entscheidung eindeutig.
So stand Seraina in dieser Nacht vor unserer Tür, hinausgeworfen mit ihren drei Töchtern. Wir boten Trost, Gebet und einen Schlafplatz an. Und Seraina überraschte uns. Trotz ihres jungen Glaubens setzte sie ihre Hoffnung ganz auf Gott. Sie floh nicht zu ihrer Herkunftsfamilie, sondern suchte Schutz und Kraft bei einer Familie der Gemeinde, im Gebet und im Fasten.
Gott versorgte unmittelbar mit einer stabilen Stelle und einer bezahlbaren Wohnung. Aus dieser Stärke heraus suchte Seraina die Versöhnung mit ihrem Mann. Bot ihm ihr Zuhause an, betete leidenschaftlich, dass er sich ihr im Glauben anschliesst. Nach vielen Gesprächen und Gebeten lebt ihr Mann heute wieder bei ihr. Der Kontakt zu den Schwiegereltern verbessert sich langsam. Serainas Leben bleibt ein kraftvolles Zeugnis.
Organisationsstrukturen sind hier sehr hierarchisch. Die Person an der Spitze gibt Befehle, schreit oder beschämt Mitarbeiter, wenn sie nicht exakt tun, was gesagt wird. Daher fürchten sich viele Einheimische, Verantwortung zu übernehmen.
Bei SFC erleben wir, wie befreiend ein anderer Weg ist. Mitarbeitende dürfen Verantwortung übernehmen, Fehler machen und daraus lernen. Wertschätzung ersetzt Angst. Das Ergebnis: ein Team, das sich nicht nur als Kollegen, sondern als Familie versteht.

2024 zerstörte eine Krankheit unsere Apfelplantage, das Fundament unserer Arbeit. Trotz aller Bemühungen war klar, dass wir neu anfangen müssen. Entmutigung machte sich breit. Doch im Gebet erinnerte Gott uns an seine Treue. Schliesslich hatte er uns das Land zur Verfügung gestellt, denn dieses zu bekommen, ist für ein ausländisches Unternehmen nahezu unmöglich.
Nach intensiver Vorbereitung glaubten wir, dass Gott uns zu einem neuen Schritt ruft: dem Anbau von Sauerkirschen. Wir haben berechnet, dass die Umstellung auf den Sauerkirschenanbau zirka CHF 93.000 kosten wird. Wie sollen wir das finanzieren? Wir spürten, dass Gott uns auffordert, ihm zu vertrauen. Während wir diesen Winter den Boden vorbereiten, erleben wir bereits Gottes Versorgung – die Hälfte der benötigten Mittel ist schon zusammengekommen. Wir gehen weiter im Vertrauen darauf, dass Gott vollendet, was er begonnen hat.
Wir sind dankbar, Teil dessen zu sein, was Gott in Zentralasien tut. Unser Gebet ist, dass dieser Ort nicht nur Obst hervorbringt, sondern Leben verändert – heute und für die Ewigkeit. Gott sät Hoffnung. Und wir dürfen miterleben, wie sie wächst.

Baue mit uns Sauerkirschen und Hoffnung an
SFC ist ein landwirtschaftliches Projekt in Zentralasien. Durch nachhaltige Obstproduktion entstehen Arbeitsplätze, Beziehungen und Räume, in denen Menschen Gottes Liebe ganz praktisch erleben – unabhängig von Herkunft oder Glauben.
Der Übergang vom Apfel- zum Sauerkirschenanbau ist ein grosser Glaubensschritt. Die Hälfte der benötigten finanziellen Mittel ist bereits vorhanden. Mit Ihrer Spende helfen Sie, Arbeitsplätze zu sichern, Hoffnung weiterzugeben und Gottes Liebe sichtbar zu machen.

Tamara und Wilhelm
Tamara und Wilhelm verliessen Europa kurz bevor ihr Sohn ein Jahr alt wurde. Heute, zusätzlich gesegnet mit zwei Töchtern, fühlen sie sich in Zentralasien zu Hause. Sie erleben, wie Gott mitten im Alltag Früchte des Glaubens wachsen lässt: in Versöhnungen, in neuen Arbeitsplätzen und in lebendiger Hoffnung. Zusammen mit SFC bauen sie nicht nur Obst an – sie säen Glauben, Hoffnung und Zukunft in einem Land mit Millionen unerreichter Menschen.
#SMG, Projekt 134102 - Sonshine Fruit Company